Unser Verein mit ca. 160 Mitgliedern besteht seit dem 25. Juli 1951.

Es begann an einem Freitag, dem 13. April 1951. An diesem Tag traf sich eine handvoll Unentwegter im Seligenstädter „Riesen“, um hoffnungsvoll zu diskutieren, was in der Luft lag: die Freigabe des Segelflugs nach dem seit 1945 in Deutschland geltenden Flugverbot.
Das Treffen hatte Folgen: Am 25. Juli 51 wurde der LSV Seligenstadt gegründet. Bis zu dem heutigen modernen Verein waren aber noch viele Schritte zu gehen. Einer der wichtigsten wurde 1957 getan, als der LSV in den Wiesen zwischen Seligenstadt und Zellhausen seinen Flugplatz gründete. Am 6. Oktober 1957 wurde er mit einem Start der SG38 „Maawiwwel“ eröffnet.

Hier entsteht das erste Flugzeug des LSV, eine SG
SG38 in den zellhäuser Wiesen

Das erste Flugzeug und der eigene Flugplatz, das war für den LSV ein Quantensprung. Und trotzdem waren die Verhältnisse nach heutigen Maßstäben noch mehr als bescheiden. Bei dem „Aerodrom“ handelte es sich um pitschnasse Bruchwiesen, und die baulichen Anlagen bestanden aus einem Schuppen am Ortsrand von Zellhausen, gerade groß genug für die Winde, die SG 38 und etwas Werkstattarbeit.

Die SG38 flog auch mit sogenanntem Boot – eine Art Verkleidung des Cockpit

So vergingen die Jahre und der LSV wuchs an Flugzeugen, Fahrzeugen, Equipment und Gebäuden.

Bau der Holzhalle im Jahr 1967
1971 – Gemütlicher Flugbetrieb. Vorne zu sehen eine DO27
1986 – Winde und VW Käfer im Flugbetrieb

Heute hat der LSV Seligenstadt-Zellhausen um die 150 Mitglieder. Für die Flugschülerinnen und Flugschüler ist es selbstverständlich, dass sie denselben hochmodernen Flugzeugtyp fliegen, mit dem die Meister bei internationalen Wettbewerben starten, und nur noch unser liebevoll gepflegter Oldtimer, die Ka 8, erinnert daran, mit welcher Technik damals vor gut 50 Jahren alles begonnen hat.

Ein ganz normaler Tag im LSV. Unseren Mitgliedern steht ein moderner Flugzeugpark zur Verfügung

Der Flugplatz Zellhausen besitzt heute drei Grasbahnen in Richtung 170°, 350° und Richtung 90°, wobei letztere eine reine Segelfluglandebahn ist.
Es wird hauptsächlich im Windenbetrieb gestartet, aber auch Flugzeugschlepps sind mit unserer vereinseigenen Schleppmaschine DR400 möglich.
Segelflugbetrieb findet an den Wochenenden, sowie Feiertagen von Ende März bis Ende Oktober statt. Motorflug kann das ganze Jahr über betrieben werden.
Der Verein kann mit seinen rund 15 Fluglehrern im Segelflug (SPL), auf dem Motorsegler (TMG) und dem Ultraleichtflugzeug (UL) ausbilden. Außerdem ist eine Weiterbildung zum LAPL(A) möglich.

Videos aus unserem Verein:
https://www.youtube.com/channel/UC5QeQXrN0yZDHwkHze6Lesg